Sonntag, 30. Dezember 2012

"I got nothing left inside of my chest"

"Wir sind so dumm."
"Nein, wir sind Frauen."

Ich habe eine Freundin, sie ist noch sehr jung und ihr Freund ist ein Junge, der genau so jung ist wie sie. Die beiden lieben einander. So wie man es in diesem Alter eben tut. Das soll nicht verächtlich klingen, ich belächle das keinesfalls. Es ist nun einmal ein Fakt, dass Liebe sich wandelt und dass die Liebe zweier Teenager eine andere ist, als die, die noch auf sie zukommen wird.
Soll ich ehrlich sein? Ich würde sehr viel dafür geben, noch einmal so zu lieben wie sie. Alles ein weiteres Mal "zum ersten Mal" zu erleben, alles neu und aufregend zu finden und vor allem noch nicht enttäuscht worden zu sein - noch nie verletzt worden zu sein von der Liebe, noch immer daran zu glauben, dass Liebe das schönste und positivste Gefühl der Welt ist und man durch sie mit Glück und Freude gesegnet wird, noch nicht zu wissen wie nah Liebe, Hass, Verzweiflung und Schmerz beieinander liegen, noch nicht zu wissen, dass Liebe auch falsch sein kann, wenn sie den falschen Menschen betrifft.

Man bildet sich immer ein, es würde leichter werden. Enttäuschungen, Verletztheit, zurück gelassen zu werden - all das würde irgendwann leichter zu ertragen sein. Aber es wird nicht leichter, es wird nur immer mehr.




Mittwoch, 26. Dezember 2012


Du kannst jemand aus deinem Gedächtnis löschen, 
ihn aus deinem Herz zu verbannen ist eine andere Geschichte.

Samstag, 15. Dezember 2012

You made my day

Wenn der Druck zu groß wird, wenn man es einfach nicht mehr händeln kann, dann braucht jeder irgendwann ein Ventil, um Druck abzulassen, einen Ausgleich, die Möglichkeit, etwas zu kompensieren.


Meine Welt hat Farbe bekommen seit wir es bunt miteinander treiben

Es gibt Beziehungen, in denen man sich genau kennt, in denen man nahezu alles über einander weiß. Ich denen Gespräche die tragende Rolle spielen.
So sahen meine Beziehungen bisher aus.
Und? Sie haben mich nicht glücklich gemacht.
Also kann ich ruhigen Gewissens damit leben, diesmal wenig zu reden, sich kaum zu kennen, nicht viel über einander zu wissen.
Und? Glücklich zu sein.
Und? Beziehung heißt nicht gleich Partnerschaft.


Montag, 10. Dezember 2012

Den Planeten mal von unten sehen

Eben ist es noch Sommer, WIR werfen uns auf Arbeit verstohlene Blicke zu, mein Herz hüpft vor Aufregung. 
Eben ist es noch Sommer, WIR plaudern und lachen auf einer Poolparty und DU machst mich betrunken, nicht nur mit Alkohol, sondern auch betrunken von diesem Gefühl, dieser Mischung aus Glück und Nervosität, dieses unbeschreibliche, nur allzu bekannte Kribbeln.
Eben ist es noch Sommer und WIR tanzen auf einer Hochzeit.
Eben ist es noch Herbst und ich ziehe in meine Wohnung ein - die erste Woche hier, die erste Woche hier nur mit DIR.
Eben ist es noch Herbst und WIR gehen essen und DU schenkst mir Blumen.
Eben ist noch Herbst und WIR feiern deinen Geburtstag.

Jetzt ist Winter.
Ob es weh tut? Natürlich nicht. Ob ich glücklich bin? Natürlich ja.

Eben ist noch Sommer und WIR liegen an einem See und die Sonne scheint.
Jetzt ist Winter und WIR und all die Erinnerungen an UNS liegen begraben unter einer gewaltigen Schneedecke.
Eben bist du noch hier.
Jetzt bist du weg.

Es ist eine Lüge. Wie Schnee im Sommer.


Samstag, 1. Dezember 2012

Vois sur ton chemin

"Ja sie belügt sich gern bis tief in ihre Träume
und kann dann selber nicht mal glauben, wenn sie liebt,
verzweifelt regelmäßig an ihrer Verzweiflung
und kann's nicht fassen, wenn's was zu gewinnen gibt."


Was heißt es schon, jemanden zu kennen? Letztendlich kennen wir nur den Teil, den uns der Mensch zeigt. So lange er ihn uns zeigen will. Und wir tun schließlich das gleiche. Heißt das also, dass eine Beziehung immer von zwei Teil-Schein-Menschen geführt wird? Und dass man nie herausfinden wird, ob zwei Menschen wirklich zusammen passen, wenn sie einander nie ihre Gesamtheit zeigen?
Jemanden zu verlieren, den es in Wahrheit gar nicht gibt, müsste doch leichter zu ertragen sein? Oder wird es schwerer durch die erschaffene Illusion, die wir nicht nur eigenhändig aufgebaut haben, sondern die wir auch selbst wieder einreißen müssen?

Eines habe ich aus den vergangenen Monaten gelernt, was mir bisher zwar ein Begriff war, aber ein ferner, einer der nicht zu meinen Überzeugungen gehörte.
- Von sich selbst sollte man nicht auf andere schließen -

Ich habe gehofft, mein hunderster Post würde von etwas anderem handeln...

Montag, 26. November 2012

I'll drown...

Wenn man über Bord geht, beginnt man zu schwimmen. Man hält sich an der Oberfläche, denn man hat ja gelernt, zu schwimmen. Keiner würde ins Meer stürzen und zulassen, dass er untergeht.
Doch je länger man im Wasser ist, allein auf hoher See, desto mehr schwinden die eigenen Kräfte, der ganze Körper wird schwer, die Sachen saugen sich voll Wasser und ziehen einen nach unten, Kälte steigt in einem auf und füllt letztendlich jede Zelle aus, die Angst vor dem Unbekannten in den dunklen Tiefen um einen herum wächst.
Keiner will untergehen ... aber keiner kann ewig kämpfen. Und irgendwann, nach einer gewissen Zeit, wird die Schwere, die Kälte und die Angst überwältigend und man entscheidet sich, loszulassen. Nicht mangels ausreichend Willen, weiter zu machen, sondern weil die Kraft fehlt. Man sinkt.
Keiner kann ewig kämpfen. Und fünf Jahre zwischen tosenden Wellen weichen alles auf - die eigenen Ideale, die Motive, die Ziele, den Willen, die Hoffnung und die Erinnerungen. Und plötzlich ist alles, was man noch hat, dieser ungeheure tiefschwarze Ozean und die Gewohnheit, immer weiter zu schwimmen. Und das ist einfach nicht genug.


Samstag, 17. November 2012

Tears to fill a sea

Ich war "auf der anderen Seite" und ich kann euch sagen, dort ist es schön. Es ist wunderschön. Und ihr solltet es genießen, so lange es andauert und gehen, so bald es vorbei ist. Dann nehmt all eure Gefühle, all die Zuneigung, all die Glückseligkeit, all die Freude, all die sonnigen Erinnerungen - all die Liebe und packt sie zusammen, verschnürt sie fest und reist ans Meer. Dort lasst ihr sie frei, lasst sie von euch weg schwimmen, lasst sie ihren Weg finden... aber seht ihnen nicht nach. Denkt nie zurück an den einen einzigen Moment, an dem ihr loslassen musstet, an dem alles vorbei und gegangen war. Denkt an all die vielen Momente, in denen euch diese Gefühle begleitet haben.