Montag, 10. September 2012

Stehcafe

Meiner Wohnung gegenüber befindet sich ein altes Haus - es ist vollkommen leerstehend. Mein Glück! Denn ansonsten würden mir ständig mindestens drei Familien bei meinem noch sehr sporadischen Einzimmer-Wohnen zusehen können. 
Und das beinhaltet:
- im Stehen surfen, weil das WLAN nicht funktioniert.
- im Stehen telefonieren, weil ich ein echt historisches Telefon habe (mit Schnur!) - auf dass wir eines Tages unseren Kindern erklären, was das war.
- im Stehen bloggen und das meistens auf einem Bein.
- auf meinem Fußboden-Bett rumkullern.
- schleichend durch das Zimmer tanzen, damit die Untermieter nicht gestört werden.
- auf dem Fußboden mit einem Reisebügeleisen (zum Zusammenklappen!) bügeln.
- bei geöffneter Wohnungstür kochen, damit die Gerüche überhaupt eine Chance haben abzuziehen.
- Kilometer durch das Zimmer zurücklegen beim Lernen.

Also zum Glück wohnt mir keiner gegenüber und bloß gut, dass ihr das zwar jetzt alles wisst, aber mich nie von gegenüber beobachten werdet.

 

Samstag, 8. September 2012

Auf der anderen Seite

Die erste Woche in der eigenen Wohnung ist vorbei. 
Die erste Woche Ausbildung ist geschafft.

Eine Woche voller Anatomie, Pappmachee und gesetzlichen Grundlagen...
Eine Woche mit IHM...
Eine Woche voller Einfallsreichtum, Entspannung, Stress, Chaos, Gemütlichkeit, Tiefsinn und Lachen...

Ein Woche von fünf Tagen, nichts Besonderes - etwas, dass jetzt so ist. 
Und "jetzt" das heißt die nächsten drei Jahre.


Donnerstag, 30. August 2012

I will wait

Wenn man keine Angst mehr hat, seine Liebe zu verlieren, 
ist man überheblich geworden.
Wenn man glaubt, nie wieder geliebt zu werden, 
hat man die Hoffnung verloren.

Wenn man weiß, dass Liebe vergänglich ist und wenn man daran glaubt, 
dass man wieder geliebt werden wird,
ist man angekommen.

Die großartigsten und gütigsten Worte, die einem ein anderer schenken kann? Ich warte auf dich. 
Ich warte auf dich, bis du bereit bist und ich werde die ganze Zeit bei dir sein.




Donnerstag, 23. August 2012


"Jede Geschichte hat vier Seiten: 
deine Seite, die Seite des anderen, die Wahrheit und 
das, was wirklich passierte."

Donnerstag, 16. August 2012

I can't hold on to me

Ich habe einen fantastischen Freund, wundervolle Freundinnen, einen Ausbildungsplatz sicher, eine schöne Wohnung gefunden,...
und es geschieht trotzdem. 
Ich bin nicht glücklich. Ich lache. Und in mir schreit es. 
Ich lache. Und in mir schweigt es. 

Ich kenne das mittlerweile so gut, ich habe es schon so oft empfunden. Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn es beginnt - wie es sich in mir breit macht, wie schwarzer Teer, der jeden Spalt ausfüllt, der alles verklebt, der immer breiter fließt, bis er alles einnimmt. Zuerst diese bleierne Schwere, die einen zu Boden zieht. Es ist als würde ein Felsbrocken auf der Brust liegen, jeder Atemzug ist ein Kampf. Ohrenbetäubende Stille, nachhallende Schweigsamkeit. Es geschieht und man kann nichts dagegen tun, nur warten, bis der Stein leichter wird ... oder bis man ihn nicht mehr ertragen kann. Dann die Unruhe, ein innerer Sturm. Es tobt und wehrt sich in einem. Man heult, man schreit, man schlägt um sich. Man hat das Gefühl, sich nur so wehren zu können. Das Gefühl vielleicht sogar irgendwann stärker zu sein. Und das Wissen, dass es einen auffrisst, wenn man still hält.

Ich hasse es. Es ist das einzige, was ich wirklich zu hassen fähig bin. Und doch weiß ich schon gar nicht mehr, wie es zuvor war. Es ist ein Teil von mir geworden. Ich definiere mich nicht darüber, aber ich weiß nicht mehr wie es ist, das alles nicht zu wissen.

Montag, 13. August 2012

Du erinnerst mich an Liebe

Wenn man sich immer zu 100 Prozent in eine Beziehung gibt, und am Ende einer Beziehung ein Stück von sich selbst bei dem anderen bleibt, ...






... heißt das dann nicht, 
dass man sich irgendwann nicht mehr ganz hingeben kann,
weil einem ein Teil fehlt?


Freitag, 10. August 2012

All good things ...

Es gab Leute in meinem Leben, von denen ich überzeugt war, dass sie immer Teil meines Lebens seien würden, dass wir uns nie entfernen würden, ewig Kontakt halten würden. Doch dann realisiert man eines Tages mit Entsetzen, dass man sich seit Monaten nicht gesehen hat, dass selbst eine Email zu schreiben eine Herausforderung geworden ist... dass man sich nichts mehr zu sagen hat. Ich meine, ja klar - Beziehungen gehen in die Brüche, räumliche Distanzen entstehen, man lernt neue Leute kennen, aber ist das denn Grund genug, jemanden gänzlich aus den Augen zu verlieren? Ist denn eine Zurückweisung, 1200 Kilometer oder das Weiterentwickeln ausreichend, dass man sich verliert, dass jahrelange gemeinsame Erinnerungen keine Bedeutung mehr haben?