Donnerstag, 16. August 2012

I can't hold on to me

Ich habe einen fantastischen Freund, wundervolle Freundinnen, einen Ausbildungsplatz sicher, eine schöne Wohnung gefunden,...
und es geschieht trotzdem. 
Ich bin nicht glücklich. Ich lache. Und in mir schreit es. 
Ich lache. Und in mir schweigt es. 

Ich kenne das mittlerweile so gut, ich habe es schon so oft empfunden. Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn es beginnt - wie es sich in mir breit macht, wie schwarzer Teer, der jeden Spalt ausfüllt, der alles verklebt, der immer breiter fließt, bis er alles einnimmt. Zuerst diese bleierne Schwere, die einen zu Boden zieht. Es ist als würde ein Felsbrocken auf der Brust liegen, jeder Atemzug ist ein Kampf. Ohrenbetäubende Stille, nachhallende Schweigsamkeit. Es geschieht und man kann nichts dagegen tun, nur warten, bis der Stein leichter wird ... oder bis man ihn nicht mehr ertragen kann. Dann die Unruhe, ein innerer Sturm. Es tobt und wehrt sich in einem. Man heult, man schreit, man schlägt um sich. Man hat das Gefühl, sich nur so wehren zu können. Das Gefühl vielleicht sogar irgendwann stärker zu sein. Und das Wissen, dass es einen auffrisst, wenn man still hält.

Ich hasse es. Es ist das einzige, was ich wirklich zu hassen fähig bin. Und doch weiß ich schon gar nicht mehr, wie es zuvor war. Es ist ein Teil von mir geworden. Ich definiere mich nicht darüber, aber ich weiß nicht mehr wie es ist, das alles nicht zu wissen.

Montag, 13. August 2012

Du erinnerst mich an Liebe

Wenn man sich immer zu 100 Prozent in eine Beziehung gibt, und am Ende einer Beziehung ein Stück von sich selbst bei dem anderen bleibt, ...






... heißt das dann nicht, 
dass man sich irgendwann nicht mehr ganz hingeben kann,
weil einem ein Teil fehlt?


Freitag, 10. August 2012

All good things ...

Es gab Leute in meinem Leben, von denen ich überzeugt war, dass sie immer Teil meines Lebens seien würden, dass wir uns nie entfernen würden, ewig Kontakt halten würden. Doch dann realisiert man eines Tages mit Entsetzen, dass man sich seit Monaten nicht gesehen hat, dass selbst eine Email zu schreiben eine Herausforderung geworden ist... dass man sich nichts mehr zu sagen hat. Ich meine, ja klar - Beziehungen gehen in die Brüche, räumliche Distanzen entstehen, man lernt neue Leute kennen, aber ist das denn Grund genug, jemanden gänzlich aus den Augen zu verlieren? Ist denn eine Zurückweisung, 1200 Kilometer oder das Weiterentwickeln ausreichend, dass man sich verliert, dass jahrelange gemeinsame Erinnerungen keine Bedeutung mehr haben?

Dienstag, 31. Juli 2012

Manchmal ist die Wahrheit ...

... bei Leibe nicht bequem,
manchmal die Lösung viel schlimmer als das Problem.

Es gab Tage, da hätte ich mir das insgeheim gewünscht, aus Verletztheit, aus Wut, aus Egoismus und noch vielen anderen lächerlichen Gründen ... 
Aber heute, meine Liebe, da kann ich dir sagen, es tut mir leid. Ich weiß nicht, was ich anderes sagen sollte, dass für dich irgendeinen Wert oder Sinn hätte, ändern kann ich es eh nicht. Aber du sollst wissen, dass ich mit dir mitfühle, auch wenn ich dir das nicht ins Gesicht sagen kann, weil mir der Mut dazu fehlt.

Sonntag, 29. Juli 2012

We are going through changes ...







Es ist soweit - der Moment auf den man seine ganze Schulzeit hin arbeitet, ist da.




Ich habe entschieden, wie es "weiter gehen" soll.





Und jetzt heißt es, sich beeilen - morgen telefonisch zusagen, den Ausbildungsvertrag losschicken, Vermieter anrufen... und dann ...




... schon in einem reichlichen Monat ist es soweit: von zu Hause ausziehen - richtig erwachsen werden.





Mein Herz schlägt wie wild vor Aufregung!

Freitag, 20. Juli 2012

Weil ich ein Mädchen bin ...



... liebe ich den Moment, wenn man ein Kleid anzieht, feine Strumpfhosen und hohe Schuhe. Dann probiert man ewig mit seinen Haaren herum, bis sie subjektiv perfekt hochgesteckt sind, schminkt sich, sucht den passenden Schmuck.







Und
stellt sich vor den Spiegel, wirbelt einmal herum und stellt sich vor, wie es sein muss, so zu tanzen - wie der Rock schwingt, die Schuhe auf dem Parkettboden klacken, die Haare sich im Nacken locken.



 



Und
dann stellt man sich unter die Dusche und zieht seinen Schlafanzug an. Keiner hat einen gesehen und trotzdem ist man zufrieden mit sich.